7. - 16. August, Tadschikistan

Tadschikistan
Jetzt eigene Deutschlandkarte auf stepmap.de erstellen
StepMap Tadschikistan


Heute stehen wir früh auf denn wir wollen über die Grenze nach Tadschikistan reisen. Wir wissen dass die Strasse insbesondere zwischen den Grenzposten katastrophal sein muss. So fahren wir denn los über die weite Ebene von diesem Hochtal bei Sari Tash, weichen den grossen Löchern aus und sind schon bald beim Kirgisischen Zoll. Alles geht superschnell, die wollen lediglich einen kurzen Blick in unser Fahrzeug machen und dann öffnet sich die Barriere. Jetzt sind wir für ca. 10km weder in Kirgistan noch in Tadschikistan und fahren auf der katastrophalen Piste durch Bäche, über Sand und Steine hoch zum Kizil Art Pass auf 4336m. Zum Glück hat es nicht geregnet, denn sonst wären wir mit unserem Auto nicht durchgekommen. Auf dem Pass erwartet uns ein toller Ausblick auf das Pamirgebirge.

 

Gleich nach der Passhöhe erreichen wir den Grenzposten von Tadschikistan auf über 4300m! Zuerst werden die Pässe kontrolliert in einer kleinen Containerhütte. Neben einem doppelstöckigen Bett sind zwei Öfen die eine Bullenhitze abgeben. An einem kleinen Holzschreibtisch unter dem Minifenster nimmt Beat Platz, um alle Fragen zu beantworten die der Zöllner dann auf Papier überträgt.

 

Ich bleibe beim Auto und versuche den anderen Zöllnern zu erklären, dass dies unser Haus auf Rädern ist. Dann werden die vielen Wappen der von uns bereisten Länder auf der Rückseite unseres Autos diskutiert. Tadschikistan fehlt noch, da wir ja erst an der Grenze sind. Alle sind zufrieden als Beat noch im Zollgebiet den Kleber anbringt.

 

Wir müssen verschiedene Taxen bezahlen, erhalten für jede Taxe eine Quittung und dann werden noch unsere Reifen mit einem Spray „desinfiziert“. Ich muss aufpassen dass ich nicht laut herauslache, denn dieser kleine Handspray sieht lächerlich aus, es stinkt einfach ein bisschen! Beim nächsten Containerbüro werden nochmals die Pässe kontrolliert und dann öffnet sich die Barriere zu Tadschikistan.

 

Die Fahrt geht weiter auf einer leicht besseren Piste. Die Landschaft ist fantastisch. Da wir immer auf  ca. 3800m sind, wächst auch nichts mehr. Steinwüste wechselt mit Sandwüste ab, immer wieder sehen wir schneebedeckte 5000-7000er mit ihren Gletschern. Hier in Tadschikistan gibt es viele Gletscher, der Fedchenko Gletscher zum Beispiel  ist über 70km und zählt zu den längsten Gletschern der Welt.

 

Nun nehmen wir den höchsten Berg auf unserer Reise in Angriff, es geht auf 4646m hoch, auf den Akbaytal Pass. Unser Auto schafft das super, wir sind begeistert. Auch uns macht die Höhe nichts aus! Viel Respekt haben wir vor den vielen FahrradfahrerInnen denen wir begegnen und die diesen Pass meistern! Weiter geht es immer leicht bergab vorbei an der chinesischen Grenze. Der Stacheldrahtzaun begleitet uns viele Kilometer, ist doch die Grenze an der schmalsten Stelle nur 8km entfern. Die Strasse ist teilweise geteert, aber in einem desolaten Zustand. Löcher, Bodenwellen, dann wieder Piste, Wellblech! Unsere Reisegeschwindigkeit liegt etwa bei 35km/h. Reichlich Zeit also auch die karge faszinierende Bergwelt zu geniessen.

 

Gegen Abend erreichen wir das kleine Städtchen Murgab auf 3500m. Es ist ein Umschlagsplatz für die Lastwagenfahrer aus China und Tadschikistan. Auch Touristen treffen wir an die hier Wandern, Bergsteigen und das Offroad fahren geniessen wollen. Wir wechseln in der etwas dubiosen Bank unsere letzten kirgisischen Som sowie US-Dollars in Somoni. Dann geht es auf den Markt. Einen solchen Markt haben wir auf der ganzen Welt noch nicht gesehen! Einige Läden sind in Jurten und andere in riesigen Schiffscontainern. Manchmal werden die auch als Wohnung umgebaut, dienen als Lagerhallen oder als Verkaufsladen. Sehr speziell! Wir kaufen ein was wir bekommen, von Eiern über Gemüse und Obst. Milch ist hier überall Mangelware, sodass wir Kondensmilch kaufen müssen. Schlussendlich stellen wir uns vor dem Markt auf dem riesigen Platz auf und wollen da übernachten. Wie immer an solchen Orten ist es wie Fernsehen. Es läuft immer etwas und es wird einem nie langweilig den Einheimischen bei ihren Aktivitäten zu zuschauen.

 

Plötzlich hält eine Französin, die hier verschiedene Projekte begleitet, neben uns an und macht uns den Vorschlag bei ihr zu übernachten da dieser Platz nicht so gut sei. Wir  entschliessen uns aber hier zu bleiben und die Leute zu beobachten. Die Frauen tragen meistens Kopf- und Mundtuch, sodass man nur die Augen sieht. Wir fragen uns warum, aber erhalten erst ein paar Tage später die entsprechende Antwort.

 

Bereits um 20.30 Uhr ist es dunkel und plötzlich ist ein furchtbarer Krach draussen! Da schleppt doch ein Bulldozer einen riesigen Container an uns vorbei auf die Strasse! Aber anschliessend verbringen wir eine ruhige Nacht. Leider können wir sehr schlecht schlafen. Die Luft ist hier sehr trocken und die Höhe macht uns vor allem beim Schlafen zu schaffen.

 

So entschliessen wir uns am Morgen weiter zu fahren um von 3500m wieder auf ca. 2800m zu fahren. Zuerst geht es aber 130km immer auf 3600- 3800m über die Hochebene und über einen Pass von 4130m. Die Fahrt ist sensationell, nur die Strassen sind schlecht. Aber wir gewöhnen uns daran. Es scheppert alles, es ist fast wie Musik!

 

Endlich kommt die Abzweigung ins Vakhan Valley. Natürlich gibt es auch hier keinen Wegweiser. Wir haben ein Navi App, Skobbler heisst es, das uns bei der Orientierung sehr hilft. Jetzt geht es wieder nur mit 4x4 über Stock und Stein, bergauf, bergab, an Salzseen vorbei, durch Sand und schliesslich über den Kargusch-Pass mit 4344m. Entschädigt für den schlechten Weg werden wir mit der Aussicht auf die Vakhan Ranges, die noch zum Pamirgebirge gehören und knappe 6000m hoch sind. Es ist heiss und trocken, obwohl wir immer noch näher bei 4000m sind als bei 3000m und es hat kein Dorf und nichts, ausser FahrradfahrerInnen!!!!

 

Nach dem Pass erreichen wir Kargusch einen CheckPoint.  Zum ersten Mal sehen wir den Fluss Pamir, den Grenzfluss zu Afghanistan. Ab hier werden wir ca. alle 130km durch einen Check-Point fahren. Da werden die Pässe und das Auto registriert. Es kann auch sein, dass man nicht weiterfahren darf wegen Unruhen. Vor einem Monat soll die Strecke zeitweise deswegen gesperrt gewesen sein. Vom Check-Point aus geht es kurvig auf sehr schmaler Piste dem Berg entlang immer leicht bergab. Auf der Afghanischen Seite entdecken wir wilde Kamele und immer wieder begegnen uns FahrradfahrerInnen! Nach über 100km erreichen wir Langar, das erste Dorf. Wunderbar grün ist es hier, da mit einem Bewässerungskonzept ähnlich wie im Wallis die Felder und Wiesen bewässert werden

Wir beschliessen am Ende des Dorfes zu übernachten. Neben uns ist ein Bewässerungskanal an dem die Frauen mit den Eseln Wasser holen und die Kinder spielen. Wir sind jetzt nur noch in ca. 2800m und schlafen hervorragend.

 

Heute geht es alles dem Vakhan Valley entlang. Die Strasse ist schlecht, wir fahren mit 20km/h, und geniessen die Aussicht, die Leute und das tolle Wetter. Es ist unglaublich wie freundlich und wie fröhlich die Menschen sind. Sie rufen von überall „Hallo“, stehen bei der Feldarbeit auf wenn sie uns sehen und winken. Dazu immer ein fröhliches Lachen und meistens auch ein respektvolles Nicken mit der Hand auf der Brust. Wir sind den ganzen Tag am winken! Unterwegs hilft Beat einem Tadschiken der eine Reifenpanne hatte. Da spricht uns doch einer der Tadschiken in einem perfekten Hochdeutsch an. Er ist Deutschlehrer in Korogh!

 

So fahren wir gemütlich durch Dörfer, über Sanddünen und Steinwüste weiter bis Yamg. Hier wollen wir ein Pamirhaus anschauen. Ein junger Mann spricht uns an. Er studiert Physik und ist in den Semesterferien zu Hause um Führungen im Museum zu machen. Es ist sehr interessant und vor allem wissen wir jetzt auch dass die Frauen hier nicht verschleiert umherlaufen. Sie verschleiern sich wegen dem trockenen Wind und der enormen Sonneneinstrahlung. Es ist tagsüber immer über 35 Grad obwohl wir noch immer über 2500m hoch sind und es weht ein trockener Wind. Zum Glück ist es nachts angenehm kühl! Hier beim Museum können wir auch noch Lunch essen. Die karge Landschaft, dann die grünen Dörfer auf beiden Seite des Pamirs wechseln sich ab und es gibt immer wieder tolle Einblicke in die Seitentäler mit den schnee- und eisbedeckten Bergen des Hindukusch, der dort aber schon auf Pakistanischem Gebiet liegt.

 

In Rhyn, beschliessen wir neben einer Bushaltestelle zu übernachten. Die Kinder sind sofort da und wollen natürlich ins Auto schauen. Und die Länderabzeichen interessieren sie sehr. Erstaunlich, wie gut sie die Länder und Wappen kennen. Sie lernen alle Englisch in der Schule und so zeige ich ihnen wo wir überall durchgefahren sind und sie erzählen mir über ihre Familien. Am Abend sind wir dann sehr erstaunt, als drei hübsche junge Frauen in westlicher Kleidung in Highheels an uns vorbeigehen an ein Fest das in der Nähe stattfindet. Daneben spazieren am Abend die Kühe und Esel sowie die Schafe auf der Hauptstrasse an uns vorbei nach Hause.

 

Weiter fahren wir dem Valley entlang und freuen uns an der grandiosen Bergwelt. Bis Korogh, der nächsten grösseren Stadt fahren wir ca. 270km in diesem wunderbaren Tal mit seinen aufgestellten Bewohnern.

 

In Korogh wollen wir in ein Homestay und einen Tag Pause machen. Wir können im Auto übernachten und treffen viele FahrradfahrerInnen. Viele Nationen sind vertreten und es gibt gute Gespräche. Ein Japaner der zu Hause aufgebrochen ist die Welt zu erkunden, ist mit Fahrrad und Veloanhänger auf dem er den Koffer transportiert unterwegs, ein Taiwanese der schon 19000km von zu Hause aus geradelt ist, Schweizer, Deutsche, einige die weiter radeln wollen bis China und Thailand usw.

Bevor wir weiter fahren tanken wir noch Gas. Da ich 2-3 Mal in der Woche ein Brot backe und auch oft koche, wollen wir rechtzeitig unsere Gasflasche auffüllen. Man weiss ja nie wo man wieder Gas erhält. Weiter geht es dem Pamir entlang. Und nach jeder Kurve eine andere Szenerie. Ab Korogh haben wir auch noch Lastwagen auf dem schmalen Weg. 40t mit Anhänger! Chinesen und Tadschiker! Unglaublich! Manchmal ist die Piste sehr schmal und wir sind froh, dass wir diesen Trucks jeweils ausserhalb eines Dorfes begegnen. Wir haben auch das Glück, dass wir ihnen immer bei einer Ausweichstelle begegnen. Manchmal ist es sehr eng, links der Fluss, rechts die Felsen!

 

Am Abend stehen wir im Schatten von Bäumen am Strassenrand und auf der anderen Seite der Strasse und einem kleinen Bach ist das Fussballfeld. Den ganzen Abend wird gespielt, ab und zu kommt jemand mit 2-3 Kühen vorbei, ab und zu rauscht ein Auto vorbei oder ein Lastwagen. Zum Glück ist es nachts einigermassen ruhig,

 

Weiter folgen wir dem Pamir, uns wird nicht langweilig, die Strasse ist schlecht, die Trucks sind da und es braucht einige Konzentration beim Fahren. Wir schaffen heute 140km in 8 Stunden! Dann stehen wir vor Kalaikum direkt am Fluss bei einer Tankstelle und sehen auf der anderen Seite die Häuser von Afghanistan. Hier gibt es für die Einheimischen sogar eine Brücke! Auf dem ganzen Weg dem Pamir entlang gibt es einige Brücken. Da finden jeweils wöchentlich Märkte statt und die Tadschikische und Afghanische Bevölkerung tauschen da ihre Waren aus.

 

Am morgen kommen vom Nachbarsdorf die Afghanen zu Fuss, auf dem Fahrrad oder ganz lässig auf einem Esel galoppierend, zur Arbeit. Es gibt dort eine kleine Fabrik. Auf der Afghanischen Seite hat es kaum Strassen. Meistens hat es nur einen Trampelpfad, ab und zu wieder einen Weg. Da haben wir einige wenige Autos und Motorräder gesehen. Sonst geht man zu Fuss oder ist auf dem Esel unterwegs.

 

Am Morgen machen wir uns auf den Weg zum letzten Abschnitt am Pamir entlang. Und plötzlich, etwa 100km nach Kalaikum, treffen wir auf eine „Autobahn“ mit Flüsterbelag! Die Chinesen haben durch die Berge und Schluchten eine „Rennbahn“ gebaut! Für die vielen Lastwagen sicher ein Segen, wir bedauern es, obwohl...... es ist schon herrlich, so ruhig ohne Geschepper und Geklapper, über die Strasse zu gleiten und den Motor kaum zu hören. Leider darf man dann meistens nur 50km/h fahren!

 

Nach ca. 500km dem Pamir entlang treffen wir auf die Brücke von der uns alle erzählt haben. Vor ein paar Tagen war hier kein Durchkommen mehr, den Mittelpfeiler hat es unterspült und die Brücke war einsturzgefährdet. Die Brücke wurde stabilisiert und jetzt sind sie am schweissen und nochmals schweissen! Es sieht bedenklich aus. Vor uns fährt ein 40 Tonner mit Anhänger über die Brücke und alles bewegt sich! Na ja, wenn der durchkommt, sollte es für uns auch kein Problem sein. Und wir schaffen es, wenn auch mit einem mulmigen Gefühl!

 

Kurz darauf verlassen wir den Pamir und fahren nordwärts Richtung Duschanbe. Ab jetzt fahren wir über Baustelle, Baustelle und nochmals Baustelle! Durch halbe Bäche, über halbfertige Brücken, einen Pass hoch über behelfsmässige Piste, Staub, Staub und nochmals Staub, Lastwagen, Lastwagen und nochmals Lastwagen. Einfach schrecklich! Und dann oben auf dem Pass die Sicht Richtung Duschanbe.......Sandsturm oder Smog? Vermutlich beides. Es windet und die Sicht ist schrecklich. Manchmal sieht man kaum 300m weit! Wir sind müde und halten auf einem Ausstellplatz in der Meinung dass dies ein öffentlicher Platz ist. Am Abend kommt dann der Besitzer und natürlich fragen wir ihn ob wir hier eine Nacht schlafen dürfen. Er schaltet sogar eine Strassenleuchte mit einer Glühbirne für uns an!

 

Nach einer lauten unruhigen Nacht fahren wir weiter und wollen nach Duschanbe zum Hotel Tadschikistan. Wir haben gelesen dass man auf deren Parkplatz übernachten kann. Das Verkehrschaos ist riesig, es ist stickig und heiss, immer noch Sandsturm und schlussendlich dürfen wir nicht auf dem Hotelparkplatz übernachten. Meistens kommt ja ein Frust nicht alleine! Das Verkehrschaos macht uns auch zu schaffen und so entschliessen wir uns weiter durch das Varzobtal im Tien Schan nordwärts fahren.

Da staunen wir nicht schlecht! Ab jetzt ist die Strasse Maut pflichtig. Durch das Varzobtal oder besser gesagt durch die Schlucht führt eine neue Strasse und überall gibt es Hotels mit Restaurant und Swimmingpool. Es wird gebaut wie verrückt und wir fragen uns welche Leute soviel Geld haben um da Ferien zu machen. Irgendwo stellen wir dann das Auto ab, es beginnt noch leicht zu regnen und auch nachts regnet es teilweise.

 

Am Morgen hoffen wir wieder etwas mehr Spass zu haben bei der Weiterfahrt. Es regnet nicht mehr, hier gibt es keinen Sandsturm und es geht stetig bergauf in die frisch verschneiten Berge. Wunderbar! Und dann kommt er, der „Dangerous Tunnel“. Ein Tunnel, 4km lang, ohne Beleuchtung, Wasser auf der Strasse, tiefe Löcher, kaputter Strassenbelag wegen des Wassers, ungesicherte Baustellen, teilweise einspurig, defekte Lastwagen die im Tunnel stecken geblieben sind und Gegenverkehr, zum Teil sogar ohne Licht! Wir fahren vorsichtig uns einen Weg suchend durch den Tunnel. Dabei werden wir noch überholt trotz Gegenverkehr! Na ja, auch das haben wir geschafft und erst noch bezahlt dafür!

 

Ansonsten ist die Strecke durch das Gebirge wunderschön, tolle Pässe, kaum Vegetation und schöne Täler. Nachdenklich machen uns die Lebensbedingungen für die Bevölkerung. Hier wird Kohle abgebaut auf eine sehr primitive Art und Weise. Es gibt kaum Arbeitsplätze und wenn es solche gibt dann sind die Arbeitsbedingungen eine Katastrophe.

 

Unterwegs kann man sich das Auto waschen lassen. So lassen auch wir unser Auto waschen. Wasser ist ja von den Bergen genügend vorhanden und mit einem Kompressor wird das Wasser mit „Hochdruck“ geputzt und mit Seife eingeschmiert. Natürlich alles auf offenem Feld, sodass das Wasser versickert und in den Fluss läuft. Mit einem sauberen Auto erreichen wir wieder grössere Ortschaften und wollen neben einer Brücke übernachten. Wir fragen die Leute ob dies möglich sei und sie sagen fröhlich zu. Zum Dank beschenken wir die Kinder mit Farbstiften und (zuckerlosen) Bonbons. Abends bringen sie uns dafür Kuhmilch, eine riesige Wassermelone, Paprika, Auberginen und leckere Gemüseteigtaschen. Auch am morgen steht das Mädchen bereits um 6.30 Uhr vor der Türe mit frischer Kuhmilch! Die müssen wir dann ablehnen, denn Beat hat ja schon Durchfall und so frische Kuhmilch ist dann wohl nicht das richtige. Am Abend mache ich dann Currysosse mit der Milch. Die Melone müssen wir leider am Wegrand liegen lassen. Zu viele Traveller mit Durchfall wegen der Melonen haben wir angetroffen!

 

Jetzt sind wir im Ferganatal angekommen, dem fruchtbaren Tal das vor allem zu Usbekistan gehört. Nur ein kleiner Teil liegt auf tadschikischer und kirgisischer Seite. Getreide, Mais, Früchte und Reis, alles wächst hier und wird mit einem raffinierten System bewässert. Wir besorgen auf dem Markt frisches Gemüse und Früchte bevor wir an einem kleinen Grenzübergang nach Kirgistan einreisen um den Westen von Kirgistan noch zu erkunden. Am Grenzposten geht zuerst alles locker, das Auto ist schon „ausgereist“, nun kommt noch die Personenkontrolle. Und da beginnen die Probleme. Uns fehlt ein  Immigrationpapier das wir nicht erhalten haben bei der Einreise. Der Zöllner will uns nach Osh in die Schweizer Botschaft schicken. Da können wir nicht hin da wir ja nicht ausreisen können, Osh liegt ja in Kirgistan und zudem gibt es in Osh keine Schweizer Botschaft. Dann will er uns nach Duschanbe schicken in Tadschikistan zur Schweizer Botschaft, die sollen das Problem lösen. Aber was will die Botschaft wenn wir eine Tadschikische Immigrationcard brauchen. Geht wohl auch nicht. Eine Kirgisin die gut Englisch spricht und auf eine Reisegruppe wartet verhandelt mit dem Zöllner und schüttelt immer wieder den Kopf. Schlussendlich kommt ein anderer Zöllner mit den Pässen aus dem Zollcontainer, gibt uns verärgert die Pässe und sagt go, go! Na ja, die wollten Geld! Korruption ist hier allgegenwärtig. So hebt sich die Schranke und wir fahren zum Zoll von Kirgistan.

Homepage Übersetzung
Besucherzaehler

In Südamerika unterwegs seit:

Tagen