30. Okotber - 20. November, Heimreise ab Türkei

Wir sind in der Türkei, zwar noch in Asien aber irgendwie auch schon in Europa. Vor allem ist alles so bekannt für uns, waren wir doch vor 2 Jahren für 3 Monate in der Türkei und auch in Dogubayazit.

 

Bei herrlichem Wetter begrüsst uns der wohl schönste Berg in der Türkei, der Ararat! Wunderschön liegt er vor uns, die Sicht von der türkischen Seite ist fantastisch! In Dogubayazit wechseln wir Geld  und geniessen türkisches Essen! Und dann der Einkauf bei Migros! Wieder einmal Gehacktes, Käse den wir lieben und und und! Das Essen war zwar sehr gut in Iran, aber gewisse Leckereien haben uns mit der Zeit gefehlt!

 

Wir wollen aber weiter fahren und so geht es Richtung Nordwesten weiter nach Agri. Leider habe ich zu Hause den falschen Türkeireiseführer eingepackt! Unglaublich! Wir wollten an die Schwarzmeerküste, denn den Süden haben wir bereits über 2 Monate bereist. So entschliessen wir uns einen Reiseführer aufs IPad zu laden.

 

Das Wetter wird aber wieder schlecht, es regnet und ist bissig kalt. Vor allem der Wind ist störend. Es verleidet uns und das Herunterladen eines Reiseführers klappt auch nicht. Wie gewohnt, gefällt uns die Landschaft in der Türkei aber sehr gut. Durch Schluchten und über Berge geht es rauf und runter, alles auf Nebenstrassen. Immer wieder begegnen wir Militärfahrzeugen. Das Militär ist überall präsent und die Militärbasen sind besetzt. Das haben wir anders in Erinnerung vom letzten Mal, es vermittelt aber auch eine gewisse Sicherheit.

 

In Bogazkale bestaunen wir bei eisigem Wind die über 2500 Jahre alte Stadt Hatussas. Die Besichtigung kann man per Auto machen und wir steigen nur wenig aus, es ist sooooo kalt! Von der Strasse aus sieht man wunderbar einige Ausgrabungen. Beeindruckend ist vor Allem die Grösse und das Alter dieser Stadt. Beim Eingang werden wir von einem Türken begrüsst der uns einiges erzählt und ein Buch ausleiht zum stöbern, denn wir haben ja keinen Reiseführer! Vor seinem Haus können wir dann auch übernachten. Wir können es in der Türkei einfach nicht lassen und kaufen noch einen kleinen Teppich von der Kooperative aus dem Dorf!

 

Nach dem Nachtessen entscheiden wir uns dann aber definitiv früher nach Hause zu reisen. Bei dieser Kälte macht es keinen Spass. Wir wollen noch ein Stück entlang der Schwarzmeerküste fahren, sofern das Wetter mitmacht. Und tatsächlich, fahren wir Kurve um Kurve, hoch und wieder runter entlang der Steilküste zwischen Inebolu und Bartin und haben angenehmes sonniges Wetter! Noch einmal versuchen wir ins Landesinnere zu fahren nach Karabük und dann nach Bolu. Wir möchten der Küste entlang und dann auf dem nördlichen Ring um Istanbul weiterfahren. Leider fährt man aber selten an der Küste. Dafür durchquert man riesige landwirtschaftliche Gebiete mit kleinen Feldern und Dörfern.

 

Nördlich von Istanbul führt uns der Weg dann durch riesige Eichenwälder und in Klyiköi übernachten wir nochmals bei einem Fischerhafen. Da parkiert doch ein Auto neben uns, Braut und Bräutigam steigen aus und gehen mit einem Fotografen über die desolate Holzbrücke auf den langen Sandstrand der übersäht ist mit Abfall! Da machen sie dann die Hochzeitsfotos bei Temperaturen die nach einer Jacke rufen! Die arme Braut!

 

Hier erleben wir auch wieder die vielen freilaufenden Hunde. Sie liegen nachts unter unserem Auto. Am Morgen um 5.00 Uhr ruft der Muezzin und gleichzeitig beginnen die Hunde zu winseln und jaulen! Sie mögen den Ruf des Muezzin überhaupt nicht!

 

Die letzte Route führt uns nach Edirne. Mitten in der Stadt parkieren wir und geniessen nochmals die Türkei! Die Stadt ist sehr schön, die alte Moschee, die danebenstehende neue Moschee und der Bazar sind wunderprächtig. Kurz vor der Grenze wollen wir dann bei einem Rastplatz übernachten. Unglaublich, aber es stehen über 10km lang Lastwagen um Lastwagen am Strassenrand die auf die Grenzabfertigung warten!

 

Ab nächsten Tag ist dann die Grenzabfertigung in der Türkei kein Problem. Die Einreise in Bulgarien ist „schrecklich“. Auf der ganzen Reise haben wir keine so arrogante und unfreundliche Grenzer, die mit der Zigarette und der Tasse Kaffee dastehen erlebt. Sehr wiederwillig schauen sie kurz ins Auto, sie müssen dazu ja die brennende Zigarette dem Kollegen geben! Unglaublich, und das in der EU!

 

Durch Bulgarien haben wir kaum Verkehr und vor allem keinen Nebel. So sehen wir ein wenig von dem Land, das uns aber nicht begeistert. Wir fahren wie immer 70km/h und „gondeln“ so Richtung Serbien. Diese Grenze ist kein Problem und wir fahren noch bis zu  einem Rastplatz zum Übernachten.

 

Am nächsten Tag wollen wir bis Kiskunmaya in Ungarn fahren und auf dem Thermalcamping für drei Tage bleiben. Coiffeur, einkaufen, Homepage und natürlich baden ist angesagt. Ja und dann die erste Waschmaschine nach knapp 5 Monaten! Super!

 

Am zweiten Abend gibt es sogar ein Raclette mit türkischem und ungarischem Käse sowie einem feinen Wein. Den letzten haben wir vor 2 Monaten getrunken in Usbekistan. Hier entscheiden wir uns noch zwei Nächte in Wien zu verbringen um dann den Termin bei Bimobil wahrzunehmen.

 

Bei Bimobil angekommen passiert es! Wir haben irgendwo einen Wasserverlust, der ganze Boden im „Stübli“ ist innerhalb einer halben Stunde nass! Zum Glück finden sie nach längerem Suchen das „Leck“. Der Rahmen der Toilettenklappe war nicht gut abgekittet und da kam Wasser von aussen in die Kabine. Die anderen Kleinigkeiten sind rasch erledigt und auch die hintere Klappe wird kontrolliert und das Fenster besser befestigt, sodass es nicht mehr gewölbt ist. Während dem wir warten fahren Bekannte von der Seabridgegruppe die wir in Teheran getroffen haben vor. So vergeht die Wartezeit wie im Flug, haben wir uns doch noch einiges zu erzählen.

 

Über Bad Dürrheim geht es dann nach Hause. Dort werden wir am Donnerstag den 20. November eintreffen. 

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