28. Dezember - 19. Januar

Leider ist der Nebel nicht ganz verschwunden. Wir fahren trotzdem früh los und hoffen auf bessere Sicht nach der Grenze zu Bulgarien. Aber weit gefehlt. Die ersten 4 Stunden fahren wir im dichten Nebel, dann wird es für 1 ½ Stunden leicht besser, aber zum Ende des Tages fahren wir wieder durch Nebel. Zum Glück gibt es auf der Strecke grosse Lastwagen. So fahren wir jeweils hinter einem Lastwagen der ca. 80 km fährt (sofern es die Sicht zulässt) und fühlen uns gut. Bereits um 15 Uhr passieren wir die Grenze zu Serbien und fahren noch 20 km bis zu einem Lastwagenparkplatz. Hier stellen wir uns ganz alleine hin und hoffen dass wir alleine bleiben. Bei leichtem Regen und extremer Luftverschmutzung geniessen wir den Abend.

 

Heute geht es durch ganz Serbien bis Ungarn. Das Wetter ist gut und wir kommen zügig voran. Nachdem wir an der ungarischen Grenze im Stau stehen und 40 Minuten brauchen, wird es dunkel bei der Ankunft im Thermalcamping Kiskunmajsa im Süden Ungarns. Hier wollen wir 4 Nächte und den Silvester verbringen.

 

Die Zeit geht schnell vorbei mit baden, waschen (das letzte Mal eine Waschmaschine) und machen Homepage. Es ist sehr kalt trotzdem hängen wir die Wäsche an eine Wäscheleine. Wir hoffen, dass morgen die Sonne scheint und sie trocknet. Aber weit gefehlt! Es hat Nebel und ist kalt. Unsere Wäsche ist durchgefroren und wir könnten die Hosen in der Wiese hinstellen, sie würden von alleine stehen! So trocknen wir unsere Wäsche nach und nach in der Behindertentoilette. Da ist es herrlich warm und bis am Abend ist alles trocken. Wir geniessen auch die ungarische Küche.

 

Nach 4 Tagen geht es heute weiter zu Jutka und Peter, unseren Freunden in Budapest. Hier werden wir verwöhnt und erleben einen schönen Abend.

 

Zufälligerweise ist mein Bruder und die Schwägerin in Berlin und deshalb treffen wir uns in der Nähe von Nürnberg zum essen! Das erste Wiedersehen nach über 6 Monaten! Wir spüren so langsam, dass unsere Reise wirklich zu Ende geht. Wir geniessen den Abend und hören viele Neuigkeiten von zu Hause.

 

Und noch so ein schöner Abend mit einem Superessen erleben wir dann mit Freunden in Nürnberg die wir in Georgien kennen gelernt haben.

 

Jetzt geht es aber nach München, da haben wir einen Termin bei Bimobil wegen Kleinigkeiten und der defekten Luftfeder sowie beim Nissanhändler für neue Reifen und einen grossen Service. Zudem muss die Truma unsere Heizung überprüfen. Seit der Heizperiode, d.h. Anfang Dezember haben wir immer wieder Probleme. Solange die Heizung nur während dem Fahren nicht funktionierte war das ja kein Problem. Aber immer öfters stellt sie einfach ab auch nachts, oder wir können sie nicht starten. Und das zunehmend. In Ungarn hatten wir noch telefonisch Kontakt mit Truma und bauten anschliessend die mitgeführte neue Steuerung ein. Sie lief dann für 2 Tage relativ gut. Schlussendlich haben wir vor 2 Tagen ein Heizöfeli gekauft damit wir nicht „erfrieren“. Laut Truma könnte es daran liegen dass während dem Sommer die Heizung nie voll lief, d.h. nur auf 4khw anstelle 6khw. Damit kann sie die Rückstände vom Dieselverbrauch nicht verbrennen und der Brenner verkohlt. Leider hat uns dies bis heute noch niemand gesagt. In Zukunft werden wir einmal die Woche die Heizung auch im Sommer auf Hochtouren laufen lassen.

 

So sitzen wir im Hotelzimmer und erledigen wieder einmal Mails und schlafen nach über 6 Monaten wieder in einem Bett! Zudem müssen wir Geld „beschaffen“. Leider können wir in Deutschland pro Tag „nur“ 500 Euro aus der Maschine lösen. Für die Reparaturen, Hotel etc. müssen wir an mehreren Tagen einen Bankautomaten aufsuchen um mit den beiden Kreditkarten genügend Geld zu erhalten. Leider geht die Kreditkarte auf das Deutsche Bankkonto nicht. Zuletzt haben wir in Österreich vor 6 Monaten getankt. Da funktionierte noch alles. Jetzt kommt immer die Meldung dass der Pincode zu oft falsch eingegeben wurde. Ärgerlich!

 

Beat hat nicht so gut geschlafen und hat das Bett im Womo vermisst! Aber jetzt wollen wir das Auto abholen. Wir erhalten das Auto, aber die Reifen sind noch immer unterwegs. Zudem sollen wir neue Felgen erhalten. Dies obwohl wir vor 2 ½ Jahren die neuen Felgen bereits nach Rumänien geliefert bekamen nach den Felgenrissen. Wir wurden aber damals nicht ins System aufgenommen da der Rückruf für diesen Nissan erst später erfolgte. Nun sollen wir also nochmals die gleichen Felgen erhalten damit das System uns erfasst, unglaublich! Für uns ist das ok, so haben wir wieder wunderschöne neue saubere Felgen.

 

Bis die Reifen da sind fahren wir zu Bimobil da dort bereits Truma wartet. Nach etlichen Tests teilt uns der Servicemechaniker mit, dass unsere Heizung aus irgend einem Grund nicht bis spätestens 60 sec. zündet. Auf dem Prüfstand haben sie eine neue Steuerung, die den Zündstift für 105 Sek. bestromt. Leider ist der Prototyp erst nächste Woche lieferbar. So vereinbaren wir, dass der Servicemann uns telefonisch mitteilt wann die Steuerung erhältlich ist. Sie wird dann von einem Aussendienstmitarbeiter eingebaut.

 

Wir müssen noch am späten Nachmittag die Reifen abholen und montieren lassen um dann den Stellplatz bei Truma mit Stromanschluss anzufahren.

 

Leider geht die Heizung am Morgen überhaupt nicht mehr. Wir beschliessen nicht bei Truma abzufahren bevor die Heizung läuft. So stehen wir wieder einmal im Office. Sie kennen uns bereits und machen auch eine Bemerkung dass alle Mitarbeiter der Firma schon mit unserer Heizung zu tun hatten! Na ja, nicht unser Problem! Schlussendlich bauen sie uns eine neue Heizung ein. Damit haben wir auch erreicht, dass der Brenner der vermutlich „verkohlt“ ist, neu ist wenn wir nächste Woche die neue Steuerung erhalten.

 

Jetzt geht es aber definitiv nach Bad Dürrheim. Hier wollen wir noch einkaufen, baden und den Abschluss auf der Homepage machen. Mit den Kindern haben wir abgemacht, dass wir am Samstag nach Zofingen fahren zu Beats Mutter. Seit November geht es ihr sehr schlecht und jetzt muss sie auch noch operiert werden. Wir wollen sie nochmals vor der OP besuchen gemeinsam mit den Kindern. So freuen wir uns sehr, endlich wieder Cynthia und Vanessa zu sehen. Vanessa haben wir über ein Jahr nicht gesehen da sie erst im August von ihrer Weltreise nach Hause kam. Der Tag endet aber traurig und wir verlassen mit gemischen Gefühlen Mutter die sehr leidet.

 

An der Campingmesse in Stuttgart wollen wir noch neue Stühle kaufen und vor allem noch abklären was mit der Luftfeder passieren muss. Zudem hat uns Truma eingeladen an ihren Stand zu kommen. Sie wollen uns Produkte für die Entkeimung der ganzen Wasseranlage schenken. Nachdem die Heizung ausgewechselt wurde mussten wir uns telefonisch beschweren da aus dem Wasserhahn etwa 10l braunes Wasser kam und 2 Heizrohre nicht montiert waren. Zudem haben sie die Wasserpumpe und den Wasserfilter bei den Montagearbeiten versehentlich gelöst! Das hat dann noch für einen nassen Boden gesorgt! Das Wassersystem müssen wir sowieso reinigen, sodass diese Mittel hochwillkommen sind. Stühle finden wir auch und das mit der Luftfeder entwickelt sich auch positiv. Laut der Frima Goldschmitt hatten sie etliche Probleme mit dem ersten Typ der Luftfeder für Nissan. Sie wurde etliche Male durchgescheuert. So werden wir im Frühjahr einen Wartungstermin bei Goldschmitt ausmachen und diese auswechseln, fast sicher auf Garantie. Super!

 

Da die neue Heizung hervorragend funktioniert verbringen wir nun die letzten 4 Tage in Bad Dürrheim. Am Freitag fahren wir nach Zofingen um unser Spital zu besuchen. Wie geplant werden wir am Samstag, den 19. Januar nach dem Mittag wieder in Glattfelden ankommen. 

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